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Bergkristall Sio2

 


Der Bergkristall ist ein fast reiner Kristallquarz und zählt zur Mineralklasse der Oxide.  Er ist mit Sicherheit einer der bekanntesten und sagenumwobensten Edelsteine. Die Griechen bezeichneten ihn als „krystallos“, was soviel bedeutet wie "das Eis" Bis in das 17. Jahrhundert hinein glaubten die Völker, dass es sich beim Bergkristall um versteinertes Eis handle. Auf Grund seiner weltweiten Vorkommen sind in fast allen Kulturen Mythen und Legenden entstanden, die sich um den Stein ranken, seine Kräfte beschreiben und sein besonderes Verhältnis zur Menschheit darstellen.

Die Römer glaubten, im Bergkristall sei der Sitz der Götter, welcher ihnen Weisheit, Mut und Treue in der Liebe verleihe. Die Indianer legten ihren Neugeborenen zum Schutz vor allem Bösen einen Kristall in die Wiege. Die Buddhisten erhoffen sich bei der Meditation mit einem Bergkristall die vollkommene Erleuchtung. Im vorkeltischen Großbritannien spielte der weiße Quarzkristall eine wichtige Rolle bei der Auswahl von Steinen für die Erstellung der heiligen Kreise. Auch im Totenkult und bei Initiationen wurde er häufig verwendet. Grabhügel wurden nicht selten völlig mit Quarz bedeckt. Genauso gerne griffen Druiden im kontinentalen Westeuropa zu diesem Mineral. Eiförmige Kristalle galten als enorm zauberkräftig. Ertappte man Delinquenten in einem Gerichtsverfahren mit solchen Steinen, drohte ihnen der Tod. Man nahm an, dass sie sich durch den Kristall einen Vorteil verschaffen wollten.

Auch anderenorts nutzten Schamanen bevorzugt Quarzkristalle. In Malaysia glauben die Angehörigen des Semang-Stammes noch heute, dass einem Medizinmann bei seiner Amtseinführung von himmlischen Wesen Quarzkristalle überreicht werden. In diesem Mineral sollen Geister wohnen, die den Schamanen bei seiner Arbeit unterstützen. Im Osten Malaysias glauben die Urwaldbewohner in anderer Weise an die heilende Kraft der „Steine des Lichts“. Mit ihrer Hilfe suchen sie die verlorenen Seelen der Kranken und bringen sie wieder an ihren angestammten Platz zurück.

Auch in Australien und Südamerika war man von der Kraft der Quarzkristalle überzeugt. Auf symbolische Art und Weise öffnete man dort den Medizinmännern, während der Einführung in ihr Amt, den Leib.  Auf diese Weise gelangten neue innere Organe in den Körper. Diese bestanden aus Quarzkristall und füllten den Heiler mit „geronnenem Licht“.  Die Bewohner manch bergiger Regionen sahen im Bergkristall zu Eis gewordene Heilige, die in Eispalästen fernab der Zivilisation lebten.

Noch heute schenkt man dem Bergkristall auf dem Gebiet der Esoterik sehr viel Aufmerksamkeit. Man bezeichnet ihn als den „Stein der klärenden Wirkung“. Entsprechend seiner Reinheit und Klarheit soll er die Intuition und klare Wahrnehmung fördern. Er soll helfen, in den inneren Spiegel zu blicken und sich selbst, seine Bedürfnisse wie auch Konflikte besser zu erkennen. Gedanken sollen besser fokussiert werden und wirklich bedeutsame Dinge deutlicher zum Vorschein treten. Deshalb dient er häufig als Meditationsstein. In körperlicher Hinsicht soll sich seine klärende Wirkung lindernd bei Schwindelanfällen und Gleichgewichtsstörungen bemerkbar machen. Sowie bei Gehirn- und Augenerkrankungen helfen. Des Weiteren soll er hilfreich bei Herz -  Darm – und Magenbeschwerden sein und Störungen im Hormonsystem regeln.

Natürlich hat er neben all diesen wundervollen (wissenschaftlich nicht bewiesenen!) Eigenschaften noch eine unbestreitbare. Er ist wunderschön. Von daher ist er natürlich auch ein beliebter Schmuck – und Kunstgewerbestein. Das Spektrum reicht von Ringen über Vasen, Pokale und Figuren bis hin zu ganzen Leuchtern. Auf Grund seiner besonderen UV Durchlässigkeit  und seiner piezoelektrischen Eigenschaften war er bis vor Kurzem auch noch ein wichtiger Rohstoff in der optischen und elektronischen Industrie. Inzwischen haben ihn jedoch kostengünstigere synthetische Quarze aus dieser Funktion verdrängt.

 

 

Edelsteinmythen Amethyst

 

Der Amethyst ist ein weiterer Vertreter der Quarze SiO2 und steht dem Bergkristall in Schönheit und mystischer Bedeutung in nichts nach.

Der Name dieser Quarzvarietät leitet sich vom griechischen „amethystos“ ab. Das bedeutet übersetzt „dem Rausche entgegenwirkend“ .Nach altem Volksglauben soll der Amethyst ernüchternde Wirkung haben. Deshalb wird er auch gern als Amulett gegen Trunkenheit getragen.

Außer dem Siliziumoxid enthält der Amethyst noch Spuren von Magnesium, Eisen, Kalzium, Aluminium, Lithium und Natrium. Die Eisenanteile sind für das typische rötlich-violette Aussehen verantwortlich. Sofern zusätzlich Mangan enthalten ist, färbt sich der durchsichtige Kristall hell – dunkelviolett. Die farbintensivsten Amethyste werden in Uruguay gefunden. Weitere bedeutende Fundstellen befinden sich in Australien, Brasilien, Sambia, Mexiko, Madagaskar und Indien. Er entsteht hydrothermal aus einer leicht eisenhaltigen Kieselsäurelösung bei 100 – 250°C in Hohlräumen und Klüften. Die Spitzen der trigonalen Kristalle sitzen meist auf zahnähnlichen Wurzeln und bilden auf diese Weise sogenannte Kristallrasen, die Hohlräume ganz ausfüllen können und so die typische Amethystdruse bilden.

Der Amethyst ist seit der Antike ein beliebter Schmuck – und Kunstgewerbestein. Da die einzelnen Kristalle aber sehr klein sind, ist deren weitere Bearbeitung aber ziemlich kompliziert und verteuert den Stein.

Entsprechend der ihm zugesprochenen Ernüchterungseffekte weihten die alten Griechen diesen Stein Bacchus, dem Patron der rauschenden Festivitäten und Gelage, und somit auch den Zechern. Nicht von ungefähr trank man im antiken Hellas gern aus Pokalen und Bechern, die aus Amethyst gefertigt waren.

In einer Schrift des Aristoteles finden wir folgende Schilderung:

Während eines Trinkgelages fiel Dionysos, der Gott des Weines, über eine schöne, junge Nymphe namens Amethyst her, um sie zu vergewaltigen. Die Nymphe aber flehte die Göttin der Keuschheit um Hilfe an und wurde in einen funkelnden Edelstein verwandelt. . Als Dionysos diesen in seinen Händen erblickte, war er auf der Stelle wieder nüchtern und schämte sich sehr. Um sein Unrecht wieder gutzumachen, verlieh er dem glitzernden Stein ein helles Purpurrot – die Farbe seines Lieblingsweines – und schwor, dass künftig jeder Träger eines Amethysts vor Übergriffen von Betrunkenen sicher sein sollte.  

Außer als Schutz vor den Auswirkungen zu reichlichen Alkoholgenusses trugen die alten Hellenen den Stein auch vielfach gegen Schadenszauber. Er galt als zuverlässiger Glücksbringer, dessen Kräfte auch dazu verhelfen sollten, echte von falschen Freunden zu unterscheiden. Amethyst spielte stets auch eine Rolle in religiösen Zusammenhängen. Buddhistische Mönche in Indien und Nepal nutzen Ketten aus Amethystperlen, ähnlich dem Rosenkranz, zum Aufsagen von Gebeten und zum Meditieren. In der katholischen Kirche dient Amethyst seit Jahrhunderten als Zierstein für Weihgefäße wie auch für Bischofsinsignien.

Auch in neuzeitlichen esoterischen Nachschlagewerken wird der Amethyst als einer der vielseitigsten Heilsteine bezeichnet, der gegen zahlreiche Störungen des körperlichen wie psychischen Befindens eingesetzt werden kann. Bereits Hildegard von Bingen empfahl den Amethyst gegen Geschwülste und Hautflecken sowie für reinere Gesichtshaut. Darüber hinaus spricht man ihm auf Grund seiner ernüchternden Eigenschaften die Förderung der Konzentrationsfähigkeit sowie der geistigen Aufnahmefähigkeit zu. Er soll auch beruhigend auf Herz und Nerven wirken. In der Nacht unter das Kopfkissen gelegt soll er Sorgen und Alpträume vertreiben. Sinnvoll im Raum platzierte Amethystdrusen sollen Kopfschmerzen und Migräne lindern. Des Weiteren wird ihm eine positive Wirkung bei schmerzhaften Insektenstichen, Hauterkrankungen, Atemwegsbeschwerden und Magen – Darmstörungen zugesprochen. Während der Meditation soll er die emotionale Empfindungsfähigkeit unterstützen. Und besonders die Fähigkeit zu Hingabe und Vertrauen stärken.

Amethystdrusen finden immer häufiger Verwendung beim Energetisieren von Heilsteinen und zur Reinigung der Raumluft.

Im Gegensatz zu anderen Mineralien sollte man den Amethysten nicht der Sonne aussetzen. Da das Sonnenlicht letztlich zum Verblassen der Kristalle führt.